Tele Columbus

    Tarifrunde Tele Columbus – keine Einigung in Sicht! Wie geht …

    Tarifrunde Tele Columbus – keine Einigung in Sicht! Wie geht es weiter mit der Zusammenführung der Unternehmen? Was ist geplant?

    Tarifinfo Tele Columbus April 2016 ver.di FB 9 Tarifinfo Tele Columbus

    Tarifrunde 2015 Tele Columbus

    Nach mehreren Anläufen ist eine Einigung nicht in Sicht!

    Es ist kein Schreibfehler – es geht immer noch um die Tarifrunde 2015 bei der Tele Columbus.
    In mehreren Verhandlungsrunden haben wir versucht Kompromisse zu finden.
    Der Arbeitgeber hat jedoch unsere Kompromissvorschläge nicht akzeptiert.

    Das Angebot der Arbeitgeber ist nicht akzeptabel!

    Lediglich 2 Einmalzahlungen zu je 500,- € bei einer Laufzeit von 2 Jahren wurden angeboten!

    Das Unternehmen kann es sich leisten Zukäufe in Milliardenhöhe vorzunehmen, aber für die Beschäftigten ist kein Geld da!

    Wie geht es weiter mit der Zusammenführung der Unternehmen?

    Die geplanten Veränderungen gefährden teilweise die Existenzen von Beschäftigten:

    • Standortschließungen
      z.B. Hannover
      Aber auch andere Standorte „wackeln“. Teilweise haben die angeblichen Nachmieter schon die Räumlichkeiten inspiziert!
       
    • Arbeitsplatzverlagerungen
      Für andere Standorte sind „Arbeitsplatzverlagerungen“ bzw. „Arbeitsplatzreduzierungen“ vorgesehen.
      Die Erfahrungen sind allerdings, dass hier ein Personalabbau stattfinden wird, da die Standorte weit auseinander liegen.
       
    • Änderungen der Arbeitsorganisation
      Neue IT-Systeme, Strukturveränderungen usw. bringen weitere Veränderungen mit sich.
       
    • Synergieeffekte
      Es gibt keine Zusammenlegung von mehreren Unternehmen, wo keine Synergieeffekte auftreten.

    Die Planungen gehen aber scheinbar noch weiter!

    Tele Columbus wäre nicht das erste Unternehmen, welches Veränderungen nutzt um aus den Tarifverträgen „auszusteigen“ bzw. Verschlechterungen für die Beschäftigten durchzusetzen!

    • Die Deutsche Telekom gründet 2007 drei Servicegesellschaften, um Verschlechterungen für die Beschäftigten durchzusetzen.
       
    • Kabel Deutschland hat 2012 im Call-Center-Bereich über eine neue Gesellschaft Tarifflucht umgesetzt.
       
    • Vodafone hat 2013 die Gründung einer tariffreien Servicegesellschaft für den Call-Center-Bereich angedroht und die Beschäftigten haben den Erhalt der Arbeitsplätze durch Absenken der Tarifentgelte „bezahlt“

    Plant Tele Columbus auch die Gründung solcher Servicegesellschaften?

    Im Moment spricht einiges dafür!

    • Die Zusammenführung der einzelnen Unternehmen wäre für den Arbeitgeber wesentlich unkomplizierter.
       
    • In den Servicegesellschaften gelten die Tarifverträge nicht.
      Das wäre Tarifflucht!
       
    • Wenn dann noch die gesetzlichen Regelungen des § 613 a BGB „umgangen“ werden, hat der Arbeitgeber „freie Hand“ für die „Gestaltung“ der Arbeitsbedingungen“.

     

    Durch die Zusammenlegung der Unternehmen sind scheinbar Maßnahmen geplant, die erhebliche Veränderungen / Verschlechterungen für die Beschäftigten mit sich bringen sollen!

    • Warum sollen wir das schlechte Angebot zur Tarifrunde akzeptieren, wenn letztendlich die Tarifverträge nur noch für ganz wenige gelten?
       
    • Warum sollen die Kolleginnen und Kollegen der Primacom nicht in die Tarifverträge überführt werden?
      Der Arbeitgeber könnte doch auch hier seinem Prinzip „Best Practice“ folgen.
       
    • Auch ein Arbeitgeber hat Vorteile von einheitlichen Arbeitsbedingungen durch Tarifverträge!

    Die Beschäftigten sollen scheinbar die Zeche für die Kosten der Übernahme und die Zusammenführung der Unternehmen bezahlen!

    • Der Konzernbetriebsrat und die Betriebsräte brauchen eure Unterstützung für die Verhandlungen zum Interessenausgleich und zu den Sozialplänen!
    • Jeder kann hierzu einen Beitrag leisten. Jeder kann unterstützen, um Standorte, Arbeitsplätze und auch die Tarifverträge zu erhalten!
       
    • Es muss endlich Schluss sein mit der Geheimniskrämerei des Arbeitgebers! Die „Karten müssen auf den Tisch“!

    Solche Veränderungen lassen erfahrungsgemäß „keinen Stein auf dem anderen“, fast alle werden betroffen sein und es lohnt sich für jeden, sich für seine Rechte einzusetzen!

    Wir werden euch aktiv unterstützen!

    Letztendlich habt ihr es in der Hand, ob und wie wir den geplanten Maßnahmen gemeinsam entgegentreten können.

    Ich zieh mit ver.di Ich zieh mit!