Telekom-Konzern

    Aktionärsversammlung Telekom AG am 15. Mai 2014

    Aktionärsversammlung Telekom AG am 15. Mai 2014

    Große Aufmerksamkeit schenkten die Aktionäre den Schilderungen zu T-Mobile US von Josh Coleman und Kornelia Dubbel auf der Aktionärsversammlung der Deutschen Telekom AG in Köln.

    Mit einer engagierten Rede gewann H. Höttges den Zuspruch und Bestätigung vieler Aktionäre. Dabei bekannte er sich auch einmal mehr zum sozialverträglichen Vorgehen bei Umstrukturierungsmaßnahmen und Umbaumaßnahmen.

    Kornelia Dubbel Manfred Geneschen Kornelia Dubbel

    Das gab unserer Belegschaftsvertreterin Kornelia Dubbel die Gelegenheit, ein klares Bekenntnis von H. Höttges und seinem Vorstand zu fordern, auf Kündigungen beim Personalabbau bei T-Systems zu verzichten und ausreichend Zeit einzuräumen, um ein wirklich geordnetes und sozialverträgliches Vorgehen zu ermöglichen.

    H. Höttges verwies leider lediglich darauf, dass der Konzern bei Umstrukturierungen immer frühzeitig Gespräche mit den Vertretern der Beschäftigten führt und auch intensive Gespräche mit den Mitarbeitern durchgeführt würden.

    Er sagte aber zu, dass der „mit den Sozialpartnern klar vereinbarte Fahrplan eingehalten werden soll.“

    Zu den Vorwürfen, die Arbeitnehmer der T-Mobile US wie Arbeitnehmer 2. Klasse zu behandeln, verfiel H. Höttges leider in die alt bekannte ausweichende Argumentation.

    Man gehe allen Vorwürfen nach, es habe aber bisher keine Anhaltspunkte gegeben, dass das amerikanische Management die Leitlinien nicht einhalte. Jedes Jahr werde durch eine Überprüfung, den Social Performance Report, die Einhaltung sichergestellt. *

    *Anmerkung der Redaktion: Der Social Performance Report wird bei der GF der Tochter- und Einzelunternehmen abgefragt, das heißt hier geben die zu Überprüfenden selbst die Antworten!

    Auch der Hinweis von Josh Coleman, dass bei den Mitarbeiterbefragungen sehr oft der Vorgesetzte die Feder führt, konnte H. Höttges nicht davon abhalten, mit den immer sehr guten Befragungsergebnissen zu argumentieren.

    Zum Vorwurf, den Kolleginnen und Kollegen keine Arbeitsverträge zu geben und sie damit in Unsicherheit zu stürzen, hatte er lediglich zu sagen: „Das ist nun’ mal so in den USA, wir halten uns an amerikanische Gesetze!“

    Er verstieg sich im Weiteren sogar zu der Aussage, ihm sei kann Fall bekannt, dass das Management gegen Gewerkschaften agiert.

    Selbst stundenlanges „Bearbeiten“ von Metro-PCS-Mitarbeitern im Keller eines Metro-PCS-Shops in New York, um sie von der Gewerkschaftsanerkennung abzubringen, wurde von H. Höttges bestritten, obwohl eidesstattliche Erklärungen vorlagen bzw. vorliegen.

    Das ist enttäuschend-
    die Belegschaftsaktionäre waren sich einig, die Kampagne „We expect better“ muss weitergehen, bis die Lügengespinste, die offensichtlich vom amerikanischen Management nach wie vor erfolgreich für H. Höttges gesponnen werden, zerrissen werden können.