Telekom-Konzern

    Protest begleitet Verhandlungen zur Zukunft der Ausbildung im …

    Protest begleitet Verhandlungen zur Zukunft der Ausbildung im Telekom-Konzern

    Rund 100 Kolleginnen und Kollegen haben sich am Abend des 28. Oktober 2015 vor der Konzern-Zentrale der Telekom in Bonn versammelt, um in der entscheidenden Verhandlungsrunde zur Zukunft der Ausbildung im Konzern ein Zeichen zu setzen und der Verhandlungskommission den Rücken zu stärken.

    Protestbegleitung Zukunft Ausbildung Manfred Geneschen Protestbegleitung Zukunft Ausbildung

    Nach dem die ver.di Jugend bereits am Vorabend die Umgebung rund um die Zentrale mit Sprüchen und Symbolen zum Erhalt der Ausbildungsquote „geschmückt“ hat, begrüßte Moritz Heggemann, Vorsitzender der ver.di Jugend im Fachbereich Telekommunikation IT/DV, am Abend alle Anwesenden.

    „Ausbildung geht uns alle an!“ ist sein erstes wichtiges Statement. Nachdem bereits zahlreiche betriebsübergreifende Aktionen bundesweit stattgefunden haben und eine Liste mit über 15.000 Unterschriften an den Personalvorstand der Telekom, Christian Illek, übergeben wurde ist die rege Teilnahme an dieser Aktion nur ein weiterer Beweis dafür bestätigte auch Monika Brandl, Gewerkschaftsratsvorsitzende.

    Denn nicht nur die Jugend ist von der geplanten Halbierung der Ausbildungsquote betroffen. Auch die beschäftigten AusbilderInnen, LeiterInnen und MitarbeiterInnen müssen mit einem Personalabbau von bis zu 40% bis 2018 rechnen. Des Weiteren leidet die Übernahmequote unter den Maßnahmen, was es der älteren Arbeitnehmerschaft erschwert den Konzern z. B. durch Altersteilzeit o.ä. frühzeitig und Würdevoll zu verlassen betont Jupp Bednarski, ehrenamlicher Vorsitzender des Bundesfachbereiches.

    Die Telekom entzieht sich ganz klar ihrer gesellschaftlichen Verantwortung!

    Protestbegleitung Zukunft Ausbildung Manfred Geneschen Jupp Bednarski, ehrenamtlicher Vorsitzender Bundesfachbereich

    Entgegen der zwischen Bundesregierung, Ländern, Gewerkschaften  und Wirtschaft vereinbarten „Allianz für Aus- und Weiterbildung“, verhält sich die Deutsche Telekom AG absolut egoistisch! Es sollen 20.000 zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen werden, doch die Telekom, deren Aktien zu 30% dem Staat gehören und die ihren Gewinn jedes Jahr stetig steigern konnte, reduziert diese drastisch

    Gerade zu Zeiten erhöhter Zuwanderung muss diese Verantwortung verstärkt zum Tragen kommen. „Hier muss die Telekom als Vorbild agieren und sich nicht verstecken!“ so Moritz. „Integration durch Ausbildung und nicht die Halbierung der Auszubildendenquote“ sollte es heißen, da sind wir uns einig und haben ganz klare Forderungen!

    • Ausbildung in der Fläche
    • eine überproportionale Ausbildungsquote
    • eine tarifvertraglich geregelte Perspektive für die Auszubildenden und dual Studierenden

    Nicht nur die Jugend braucht Zukunft sondern die Zukunft braucht Jugend, so Jupp.

    Ein großes Dankeschön sprechen wir allen Beteiligten an dieser starken Aktion aus. Jung und Alt, sowohl aus dem Fachbereich, als auch aus der Gesamtorganisation haben sich solidarisch gezeigt und ein eindeutiges, klares Zeichen gesetzt. Nicht mit uns! Gemeinsam stark!