Telekom-Konzern

    Telekom-Konzern: Verhandlungen zur Harmonisierung der Entgeltrahmensysteme …

    Telekom-Konzern: Verhandlungen zur Harmonisierung der Entgeltrahmensysteme fortgesetzt

    Vom 6. bis 8. Februar sind in Köln die Verhandlungen zu einem harmonisierten Entgeltrahmensystem für den Telekom-Konzern fortgesetzt worden. Dies war die erste mehrtägige Verhandlungsrunde nach dem Auftakt, der bereits Ende Januar stattgefunden hat.

    Tarifinfo 3 - Harmonisierung Entgeltsysteme Telekom-Konzern ver.di FB 9 Tarifinfo 3 - Harmonisierung Entgeltsysteme Telekom-Konzern

    Erste Sichtweisen zu möglichen Harmonisierungsthemen ausgetauscht

    In den drei Tagen wurde zwischen den Tarifvertragsparteien ausgelotet, in welchen Themen der heute im Telekom Konzern vorhandenen Entgeltrahmentarifverträgen eine Harmonisierung und Standarisierung auf Konzernebene möglich erscheint. Bei der Erörterung der Themen wurde schnell deutlich: Der Teufel steckt im Detail! Selbst die Frage, welche Inhalte der heute vorhandenen Entgeltrahmenregelungen konkret betrachtet und harmonisiert werden sollen, hat sich im Laufe der drei Tage nicht gemeinsam beantworten lassen.

    Erörterte Fragestellungen

    Es wurden unter anderem folgende Fragestellungen erörtert:

    • Welche Gesellschaften des Konzerns sollen konkret in eine harmonisierte Entgeltrahmenregelung einbezogen werden?
    • Wird für alle Gesellschaften durchgängig eine Bändersystematik eingeführt?
    • Wie gestaltet sich zukünftig eine gesicherte Bandwanderung und bis zu welchem konkreten Prozentwert?
    • Gelingt es für den Nichtvertrieb die Variable gänzlich abzuschaffen?
    • Wie sieht ein Variablensystem für den Privatkundenvertrieb aus?
    • Gelingt es, ein einfacheres, besseres und einheitliches System für diesen Bereich zu vereinbaren?
    • Wie übersetzten sich die bereits getroffenen Regelungen und Festlegungen aus dem „LOI Einfach anders“ in ein harmonisiertes System (z. B. zur Variablensystematik für den GK Vertrieb)?

    Und vieles andere mehr!

    Feststellungen zum Verhandlungsverlauf

    Das in der Tarifrunde 2016 formulierte Ziel, ein auf Konzernebene harmonisiertes Entgeltsystem zu schaffen, ist nach dem bisherigen Verhandlungsverlauf noch lange nicht erreicht. Bis auf unkritische eher „formal übliche Regelungen“ gibt es bei den Kernthemen bzw. Kernelementen eines zukünftigen Entgeltrahmensystems bisher nur wenig Gemeinsamkeiten. Die Verhandlungspositionen liegen hierzu noch weit auseinander!

    Die seitens der Arbeitgeber eingebrachten Vorschläge zielen bisher im Wesentlichen darauf ab, den arbeitgeberseitigen Aufwand zur Anwendung tariflicher Regelungen zu reduzieren und darüber hinaus Kosten zu senken.

    Die ver.di Verhandlungskommission hat die Erwartung, dass in den weiteren Verhandlungen der Grundgedanke der „Standardisierung und Harmonisierung“ konsequenter und durchgängiger verfolgt wird. Es ist abwegig, arbeitgeberseitig ein Ziel zu verfolgen, überall dort, wo eine Harmonisierung auch Verbesserungen für Teile der Konzernbelegschaft beinhalten würde, lieber an der vorhandenen Komplexität und differenzierten Tariflandschaft festhalten zu wollen.

    Im Ergebnis muss eine faire Gesamtlösung für ein einheitliches Entgeltrahmensystem stehen.

    Die Verhandlungen werden am 20. und 22. Februar fortgesetzt.
     

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