BeamtInnen

    Wieder Beförderungsdesaster in der Telekom

    Wieder Beförderungsdesaster in der Telekom

    Telekom schafft nicht alle Beurteilungen!

    ver.di fordert Ausgleich und Aufarbeitung!

    BeamtInnen-Info Nr  2 Beurteilungen Beförderungen - Seite 1 von 2 ver.di FB 9 BeamtInnen-Info Nr 2 Beurteilungen Beförderungen - Seite 1 von 2

    Der Arbeitgeber Telekom muss nun eingestehen, dass die Erstellung der Beurteilungen mit den dazugehörenden vorbereitenden Arbeiten nicht fertig wird, weil zu wenig Personal eingesetzt wurde.

    Immerhin geht es um Beförderungsstellen von 3 Jahren (insgesamt 8.228 Planstellen), da seit dem Jahr 2011 keine Beförderungsrunde mehr stattfinden konnte.

    Der große Block der Beförderungen von A8 zu A9 ist nicht mehr rechtzeitig zu schaffen, denn die Arbeiten zu allen Beurteilungen einer Besoldungsgruppe müssen am 31.07.2014 finalisiert sein, um Beförderungen noch im Jahr 2014 möglich zu machen.

    Die letzte bittere Wahrheit kam erst letzte Woche auf den Tisch, die Betriebsräte und ver.di sind entsetzt.

    Der KBR drängte immer wieder darauf, mehr Personal zur Abwicklung der notwendigen Vorbereitungen einzusetzen und mit der Erstellung der Beurteilungen zu beauftragen.

    Auch die BeamtInnen des gehobenen und des höheren Dienstes können aus Personalmangel in 2014 nicht mehr beurteilt und damit auch nicht befördert werden.

    Befördert werden können deshalb in diesem Jahr - nach Angaben des Arbeitgebers - nur die BeamtInnen der Besoldungsgruppen A5, A6, A7 und A9! Das ist ein Skandal!

    Es ist von Seiten von ver.di und dem KBR festzustellen, dass

    • zu wenig Personal für den Beurteilungsprozess zur Verfügung stand
    • der Arbeitgeber für die Situation allein verantwortlich ist und dieses Problem hausgemacht ist
    • noch vor 2 Wochen gegenüber dem KBR und gegenüber ver.di die wahre Situation bei den Beurteilungen von Seiten der Telekom verschleiert, die Betriebsräte und ver.di hingehalten und wohl zumindest von Teilen der Arbeitgeberseite auch mit der Unwahrheit bedient wurden
    • von Anfang an die unklare Projektstruktur und Weisungslage die Arbeiten belastet haben
    • es nicht hinnehmbar ist, dass in einem solch wichtigen Projekt mit Auswirkungen auf ca. 40.000 BeamtInnen unfassbare 4 – 6 Wochen vergehen, bis das für die Beurteilungen jeweils zusätzlich zur Verfügung gestellte Unterstützungspersonal arbeitsfähig mit Computern und Kennungen ausgestattet wird
    • zukünftig bei Organisationsänderungen die Führungsbeziehungen für die BeamtInnen in SAP nachgehalten werden muss und die Datenqualität in SAP deutlich verbessert werden muss
    • die KollegInnen vor Ort, die die fast 40.000 Beurteilungen fertigen bzw. fertigen sollten, für die eingetretene Situation nicht verantwortlich gemacht werden können, diese KollegInnen bis zum An-schlag arbeiteten und arbeiten, und sie zudem auch zum Teil selbst betroffene BeamtInnen sind
    • eine transparente Aufarbeitung dieser Situation erfolgen muss und auch Konsequenzen gezogen werden müssen, damit solch eine Situation nicht wieder eintritt

    Zudem werden folgende Forderungen von ver.di gegenüber dem Arbeitgeber erhoben:

    • Der Arbeitgeber muss einen materiellen Ausgleich für alle betroffenen BeamtInnen der Besoldungsgruppe A8, des gehobenen Dienstes und des höheren Dienstes leisten.
    • Der Arbeitgeber muss den Vorruhestand über den 31.12.2016 hinaus zulassen und die Voraussetzungen dafür schaffen, weil sich nun Beförderungen verschieben werden, aber BeamtInnen grundsätzlich 2 Jahre ein Beförderungsamt inne haben müssen, damit diese höheren Bezüge auch ruhegehaltsfähig werden.
    • Der Arbeitgeber muss als einen weiteren Ausgleich alle Maßnahmen für eine Verbesserung der beruflichen Entwicklung der BeamtInnen ergreifen und seine restriktiven Beschlüsse auf Vorstandsebene dazu revidieren.
    • Der Arbeitgeber muss den BeamtInnen der Deutschen Telekom endlich den ihnen zustehenden Respekt entgegenbringen und die notwendigen sowie erforderlichen Rahmenbedingungen bereitstellen, sowie nachhaltig auf seine Führungskräfte Einfluss nehmen, damit die arbeitgeberseitigen Verpflichtungen für diese spezielle Gruppe von ca. 40.000 Beschäftigten erfüllt werden.
    • Der Arbeitgeber muss nun endlich seine Sparpolitik im Personalbereich aufgeben, da hier erneut die negativen Auswirkungen deutlich sichtbar werden, und sie dieses Mal voll zu Lasten der BeamtInnen gehen.

    Auch Telekom-BeamtInnen brauchen eine starke Gewerkschaft!

    Spätestens jetzt Mitglied bei ver.di werden!