BeamtInnen

    Telekom antwortet auf ver.di-Forderungen zum Beförderungsdesaster

    Telekom antwortet auf ver.di-Forderungen zum Beförderungsdesaster

    ver.di hat den kommissarischen Vorstand Personal der Deutschen Telekom, Herrn Dr. Thomas Kremer, am 27.06.2014 angeschrieben, dass

    • mit ungläubigem Erstaunen und Bestürzung ver.di das sich nun wiederholende, aber nicht hinnehmbare, Beförderungsdesaster in der Deutschen Telekom zur Kenntnis nehmen muss.
       
    • die dafür Verantwortlichen im Konzern identifiziert werden müssen, die geglaubt haben, mit so wenig Personal und unzulänglichen Prozessen diese wichtige Aufgabe für ca. 40.000 Beschäftigte zu bewältigen.
       
    • den - trotz allem immer noch motiviert arbeitenden und leistungsbereiten - BeamtInnen der Deutschen Telekom aus dem Verschulden des Arbeitgebers keinerlei finanzielle Nachteile entstehen dürfen.

    Deshalb hat ver.di der Deutschen Telekom folgende Forderungen mitgeteilt:

    • Der Arbeitgeber muss einen materiellen Ausgleich für alle betroffenen BeamtInnen der Besoldungsgruppe A8, des gehobenen Dienstes und des höheren Dienstes leisten.
       
    • Der Arbeitgeber muss den Vorruhestand über den 31.12.2016 hinaus möglich machen, damit bei verspäteten Beförderungen Anfang 2015 diese höheren Bezüge auch ruhegehaltsfähig werden.
       
    • Der Arbeitgeber als weiteren Ausgleich alle Maßnahmen für eine Verbesserung der beruflichen Entwicklung der BeamtInnen ergreifen und seine restriktiven Beschlüsse („Aufstiege“) dazu revidieren muss.
       
    • Der Arbeitgeber muss den BeamtInnen der Deutschen Telekom endlich den ihnen zustehenden Respekt entgegenbringen.
       
    • Der Arbeitgeber muss die notwendigen sowie erforderlichen Rahmenbedingungen bereitstellen, sowie nachhaltig auf seine Führungskräfte Einfluss nehmen, damit die arbeitgeberseitigen Verpflichtungen für diese spezielle Gruppe von ca. 40.000 Beschäftigten erfüllt werden.
       
    • Der Arbeitgeber muss nun endlich seine Sparpolitik im Personalbereich aufgeben, da hier erneut die negativen Auswirkungen deutlich sichtbar werden, und sie dieses Mal voll zu Lasten der BeamtInnen gehen.

    Herr Dr. Kremer antwortete ver.di am 04.07.2014, dass

    • sich der gesamte Vorstand der Deutschen Telekom seinen Verpflichtungen gegenüber den BeamtInnen bewusst ist.
       
    • gerade juristische Prüfungen bei der Deutschen Telekom laufen, um Nachteile auf Grund der zeitlichen Verschiebung von Beförderungen für die BeamtInnen materiell im Wege von Einmalzahlungen auszugleichen.
       
    • es von Seiten der Deutschen Telekom eine Initiative für eine Sonderreglung bei der gesetzlichen Wartefrist gibt, um diese schneller ruhegehaltsfähig wirksam werden zu lassen.
       
    • für die von ver.di ins Spiel gebrachte Thematik „Aufstiege“ vertiefende Gespräche auf Expertenebene angeboten werden. ver.di BFB 9: Somit kommt auch hier auf Grund unserer Forderungen zum ersten Mal nach langer Zeit wieder etwas Bewegung in dieses Thema hinein.
       
    • erst in 2015 von der Deutschen Telekom geprüft wird, ob Initiativen für eine Verlängerung des Vorruhestandes über den 31.12.2016 hinaus ergriffen werden sollen.
      ver.di BFB 9: Hier wird ver.di weiter am Ball bleiben!
       
    • durch ein Anschreiben von Herrn Dr. Kremer an die Führungskräfte, die noch fehlenden Stellungnahmen eingefordert werden. ver.di BFB 9: Dies ist aus Sicht von ver.di mehr als fraglich und wohl auch nicht ausreichend.
       
    • die interne Revision prüft, ob es arbeitgeberseitig bei der Steuerung der Ressourcen Versäumnisse gab. Damit wird dann klar, wer im Konzern dieses Desaster zu verantworten hat. Ver.di mahnt für die zukünftigen Beurteilungsrunden ein konsequenteres Handeln gegenüber unkooperativen Führungskräften an. Ein beharrliches Verweigern von Führungsverantwortung darf auf Grund der negativen Auswirkungen auf die BeamtInnen zukünftig nicht ohne arbeitsrechtliche Konsequenzen bleiben. Es muss hier zukünftig schneller gehandelt werden!

     

    Beamteninfo 3 Beurteilung Beförderung ver.di FB 9 Beamteninfo 3 Beurteilung Beförderung

    Telekom-BeamtInnen brauchen eine starke Gewerkschaft!

    Die Aktivitäten von ver.di zeigen Wirkung. Auf Vorstandsebene der Deutschen Telekom ist klar, dass die - sich für den Konzern Deutsche Telekom weit über das normale Maß hinaus engagierenden - BeamtInnen mit ihren berechtigten Forderungen und Erwartungen ernst nehmen sind. ver.di erwartet von der Deutschen Telekom, dass sie jede sich bietende Lösungsmöglichkeit ergriffen werden, um die belastende Situation zu entspannen und um materielle Ausgleiche zu schaffen.

    Deshalb lohnt es sich ver.di-Mitglied zu sein !