Tarifbewegung 2016

    STRABAG PFS: Schwierige Situation nach der zweiten Verhandlungsrunde …

    STRABAG PFS: Schwierige Situation nach der zweiten Verhandlungsrunde

    Kein konkretes Angebot, dafür viel Spielraum

    Verhandlungen starten mit einem „Gruß aus der Region Mitte“

    Postkarte aus Oberhausen an die Arbeitgeber ver.di FB 9 NRW Postkarte aus Oberhausen an die Arbeitgeber

    Zu Beginn der zweiten Verhandlungsrunde für die ver.di-Mitglieder bei der STRABAG PFS übergaben Pascal Röckert und Tim Marburger den Arbeitgebervertretern drei übergroße Postkarten, die von Beschäftigten der Region Mitte an die ver.di-Verhandlungskommission gesandt wurden.

    Postkarte aus Oberhausen an die Arbeitgeber Markus Theisen Postkarte aus Oberhausen an die Arbeitgeber

    Diese wurden auf den drei Teilbetriebsversammlungen, die in den Wochen zuvor stattgefunden hatten, erstellt um die Forderungen zu untermauern. Insgesamt rund 600 Unterschriften zur Unterstützung der ver.di-Forderung befanden sich auf den drei Postkarten aus Oberhausen, Dietzenbach und Arnstadt.

    Arbeitgeber legt auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot vor

    Tarifinfo STRABAG PFS 5 ver.di FB 9 Tarifinfo 5

    Zwar hat der Arbeitgeber anerkannt, dass Beschäftigungssicherung eine zentrale Rolle in der Tarifrunde spielen wird. Ein konkretes Angebot wurde aber nicht vorgelegt. Stattdessen hat er den per Email vom 3. Februar an alle Beschäftigten verklausuliert angekündigten, umfangreichen Personalumbau in den Mittelpunkt gestellt. Um dies zu erreichen fordert er verstärkt Mobilität und Flexibilität von den Beschäftigten. Dafür sollen sozialverträgliche Instrumente entwickelt werden.

    Im Gegensatz zur ersten Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber ihre Verhandlungsposition zur Lohnforderung etwas aufgeweicht und zeigten sich grundsätzlich verhandlungsbereit. Die Entgeltentwicklung müsse sich dann allerdings daran orientieren, wie teuer die Instrumente des Personalumbaus werden. Man könne schließlich jeden Euro nur einmal ausgeben, so die Arbeitgeber.

    ver.di weist Personalabbaumaßnahmen entschieden zurück

    Tarifinfo 5 STRABAG PFS - Seite 2 ver.di FB 9 Tarifinfo 5

    Die Verhandlungskommission hat daraufhin die Postionen der Arbeitgeber intern bewertet. ver.di-Verhandlungsführer Pascal Röckert hat den Personalabbau zurückgewiesen und die ver.di-Forderungen nach Beschäftigungssicherheit und einer angemessenen Entgelterhöhung bekräftigt.

    Die Argumente der Arbeitgeber, die sich rein auf Umsatz und Finanzzahlen stützen, haben mit der aktuellen Erlebniswelt in den einzelnen Betrieben nichts zu tun. Die Belastung für die Kolleginnen und Kollegen ist momentan schon hoch und dürfte angesichts der Abgänge von ca. 300 Kolleginnen und Kollegen durch den Vorruhestand noch höher werden. Hier sind nun in erster Linie Veränderungen notwendig, die ein leichteres und effektiveres Arbeiten ermöglichen.

    Die Verhandlungskommission sieht aber durchaus Gestaltungsbedarf im Zuge der künftigen Veränderungen in der STRABAG PFS und ist bereit, daran konstruktiv mit zu gestalten. Voraussetzung dafür ist allerdings Kündigungsschutz für alle Beschäftigten und Perspektiven für die Zukunft.

    Sicherheit statt Vertrauen – mitgestalten, mitbestimmen

    „Der Verhandlungsspielraum ist groß und wir empfinden das Klima als konstruktiv – es gibt eine grundsätzliche Bereitschaft von beiden Seiten, die kritischen Themen gemeinsam anzugehen. Gleichzeitig ist aber auch klar: die Arbeitgeber-Vorstellungen sind von unseren
    Forderungen noch weit entfernt. Hier sind am Ende alle gefragt, mit dafür zu sorgen, dass die Beschäftigteninteressen gewahrt werden können.“, erklärte ver.di-.Verhandlungsführer Pascal Röckert. Die ver.di-Tarifkommission hat nun die Aufgabe, die Themen auszuloten, die vom Arbeitgeber in die Verhandlung eingebracht wurden. Hierüber wird zeitnah in Betriebsversammlungen und Teilbetriebsversammlungen sowie über weitere Tarifinfos informiert.

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