Tarifbewegung 2016

    Forderung Tarifrunde IBM 2016 beschlossen

    Forderung Tarifrunde IBM 2016 beschlossen

    Tarifkommission beschließt Forderungen

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    In 14 Mitgliederversammlungen wurden zwischen dem 28. Juni und 25. Juli 2016 die Forderungen der Tarifrunde intensiv vorbereitet. Im Vordergrund der Diskussion stand dabei die Empörung über die angekündigten betriebsbedingten Kündigungen der IBM. Dabei war den ver.di-Mitgliedern weitestgehend klar, dass es offensichtlich nur durch einen Arbeitskampf gelingen kann, den Kurs der IBM zu beeinflussen. Diese Erkenntnis spiegelt sich auch in den aktuellen Beschlüssen der ver.di-Tarifkommission im IBM-Konzern wieder, die am 28. Juli 2016 bis in den Abend tagte.

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    Die ver.di-Tarifkommission im IBM-Konzern hat als Konsequenz des aktuellen Stellenabbaus beschlossen, die Forderung nach einem Sozialtarifvertrag zur Beschäftigungssicherung bei IBM sofort zu erheben, sobald Arbeitskampffähigkeit durch einen Organisationsgrad von mindestens 50% hergestellt ist.
     

    Als Forderungen für die Tarifrunde 2016 wurde beschlossen:

    • Erhöhung der Tarifgehälter um 4,5% mit analoger Regelung für die AIWS
    • Tarifvertragliche Altersteilzeitregelung zu verbesserten Konditionen
    • Mindestabsicherung der Sonderzahlung in Höhe von 1.500€
    • Ein Budget in Höhe von 1,5 Mio. € für 2017 für Maßnahmen zum betrieblichen Gesundheitsschutz, die über die gesetzlichen Verpflichtungen hinausgehen

    Auch für die Ausbildung bei IBM wurden Beschlüsse gefasst:

    • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 4,5%
    • 100 duale Studienplätze für 2017
    • Übernahmeregelung für Dual-Studierende
    • Die Fortsetzung der Vereinbarung über Laptops für Dual-Studierende auch für MacBooks

    In ihrer Sitzung hat sich die Tarifkommission ebenfalls mit weiteren tarifpolitischen Themen befasst, die in den Mitgliederversammlungen angesprochen wurden. Dabei ging es darum, zu prüfen, ob die Geltungsbereiche der Tarifverträge auch auf übertarifliche Gehaltsbänder (Band 9 etc.) ausgeweitet und inwieweit auch die Arbeits- und Gehaltsbedingungen der Master-Studierenden tarifiert werden können. Beschlossen wurde die Einrichtung einer entsprechenden Arbeitsgruppe.

    Alle Beschlüsse der ver.di-Tarifkommission im IBM-Konzern waren einstimmig.
    Der ver.di Bundesfachgruppenvorstand IT/DV wird in seiner nächsten Sitzung die Tarifforderungen für den IBM-Konzern behandeln. Nach entsprechendem Beschluss dieses ver.di-Gremiums können die Verhandlungen beginnen.