Tarifbewegung 2016

    Tarifrunde IBM - erste Verhandlungsrunde zur Positionsbestimmung

    Tarifrunde IBM - erste Verhandlungsrunde zur Positionsbestimmung

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    "Lassen sie uns die Verhandlungen beginnen", eröffnete Bert Stach, Verhandlungsleiter bei den Tarifverhandlungen mit IBM, die Tarifrunde 2016 und erläuterten die ver.di-Positionen.

    Für Tariferhöhungen bei der IBM gebe es gute Gründe, machte Bert Stach deutlich. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind gut. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie stellt in seinem Monatsbericht im September 2016 fest: "Das Wachstum in Deutschland ist weiterhin robust." Der Bitkom-Index für die IT-Branche steht auf dem höchsten Wert seit zehn Jahren. Und auch bei der IBM gibt es positive Indikationen. Durch eine starke Steigerung der Gross Profit Marge in Verbindung mit einer Absenkung der Tax Rate hat sich das Net Income hervorragend entwickelt. Die letzte Bilanz der IBM Deutschland GmbH weist aus, dass sich die Erlöse "gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert" haben. Der Auftragsbestand hat sich "erfreulich entwickelt"."Die Gehaltsentwicklung der IBM hinkt der Unternehmensentwicklung hinterher! IBM will keine angemessenen Gehälter zahlen", beschreibt Bert Stach den Eindruck vieler IBMerinnen und IBMer und führte weiter aus: "Um Unzufriedenheit bei Gehaltsfragen zu vermeiden gibt es eine einfache, transparente und nachvollziehbare Regel: Gleiches Geld für gleiche Arbeit!"

    Zur wirtschaftlichen Lage der IBM in Deutschland machten die Arbeitgebervertreter keine Angaben. Bei der Einschätzung des wirtschaftlichen Umfeldes lagen die Bewertungen von ver.di und IBM nicht weit auseinander. Für die IBM gibt es am Markt gute Optionen für einen weiterhin erfolgreichen Geschäftsverlauf.

    Ein Angebot der IBM liegt noch nicht vor. Jetzt kommt es darauf an, dass auch die IBMerinnen und IBMer zeigen, dass ein ordentliches Verhandlungsangebot auf den Tisch gehört.

    Die ver.di-Verhandlungskommission im IBM-Konzern bot der IBM auch an, über einen Sozialtarifvertrag zur Beschäftigungssicherung zu verhandeln. Das Angebot wurde nicht angenommen.

    Für eine Tarifierung der IBM D AIWS GmbH und eine Harmonisierung der IBM D AIS GmbH stellte Wolfgang Braun, der Verhandlungsführer der IBM klar, einen Gesamtkontext herstellen zu wollen - also für beide Gesellschaften zusammen verhandeln zu wollen.

    Die nächsten Verhandlungen sind für den 5. Oktober 2016 angesetzt.