Wirtschaftspolitik

    Wirtschaftspolitik aktuell: Jugend ohne Sicherheit

    Wirtschaftspolitik aktuell: Jugend ohne Sicherheit

    Unternehmen und Verwaltungen schließen mit ihren Beschäftigten immer öfter befristete Arbeitsverträge. Besonders betroffen sind junge Männer und Frauen: Von den 25- bis 30-Jährigen hat jeder Fünfte einen befristeten Arbeitsvertrag. Von den 20- bis 25-Jährigen sind es über 27 Prozent, und von den noch Jüngeren sogar über 40 Prozent. Der Anteil der Befristungen an allen Beschäftigungsverhältnissen beträgt hingegen weniger als zehn Prozent. Dies zeigen aktuelle Zahlen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts in der Hans-Böckler-Stiftung. Auszubildende sind darin nicht berücksichtigt.Befristet Beschäftigte haben weder Sicherheit noch Planbarkeit. Und sie sind leichter erpressbar.

    Befristung, Prekäre Arbeit ver.di Jugend ohne Sicherheit

    Wenn der Chef schon bald über die Weiterbeschäftigung entscheidet, dann arbeiten viele Beschäftigte auch unbezahlt länger. Zudem werden befristet Beschäftigte im Durchschnitt schlechter bezahlt. Wer nicht weiß, ob er nächstes Jahr noch Arbeit hat, gründet häufig auch keine Familie. Deswegen haben junge befristet Beschäftigte weniger Kinder als unbefristet Beschäftigte der gleichen Altersgruppe. Zugleich sind sie weitaus häufiger von Armut betroffen.

    ver.di meint: Ein gutes Leben braucht Sicherheit und Planbarkeit! Das gilt auch für junge Menschen und BerufseinsteigerInnen. Befristungen müssen auf die Vertretung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschränkt werden. Und Befristungen ohne einen Sachgrund gehören abgeschafft.