STRABAG

    STRABAG: Informationen zum Jahreswechsel

    STRABAG PFS, STRABAG RPS und DIW

    STRABAG: Informationen zum Jahreswechsel

    2018 hatte ver.di in einem schwierigen Umfeld einen Tarifabschluss durchgesetzt. Dieser wirkt bis ins Jahr 2021 hinein. Mit dieser Tarifinfo informiert ver.di über die Wirkung der Tarifrunde, über weitere Regelungen zum Jahreswechsel und gibt einen kurzen Ausblick auf die Herausforderungen im Jahr 2021.

    Tarifinfo zum Jahreswechsel 2020/2021 - Seite 1 von 2 ver.di FB 9 Tarifinfo - Seite 1

    Weitere Erhöhung von 2% ab Januar

    Zum Jahreswechsel erfolgt eine weitere Erhöhung der Tarifentgelte für die ver.di-Mitglieder in der STRABAG PFS GmbH und der STRABAG RPS GmbH.

    Mit dem Abschluss der Tarifrunde 2018 hatte ver.di mit der Arbeitgeberseite STRABAG vereinbart, die Entgelte in drei Schritten in Höhe von jeweils 2 % zu erhöhen.

    Zum 01.01.2021 wird die dritte Erhöhungsstufe umgesetzt

    Der Tarifabschluss 2018 im Überblick

    • 2018: + 2,0 % ab September 2018
      zusätzliche Einmalzahlung von 1000 € bzw. 500 €
    • 2019: keine Entgelterhöhung
    • 2020: + 2,0 % ab Januar 2020
    • 2021: + 2,0 % ab Januar 2021
    • Laufzeit der Tarifeinigung bis 31.März 2021

    Die Auszahlung der erhöhten Entgelte erfolgt für alle Tarifbeschäftigten der STRABAG PFS und STRABAG RPS mit der Januar-Zahlung.
     

    Mehr Urlaub für ehemalige Beschäftigte der STRABAG FS

    Weitere positive Veränderungen kommen für die Beschäftigten der ehemaligen STRABAG FS zur Anwendung.

    Ab dem Jahr 2021 haben die Kolleginnen und Kollegen Anspruch auf volle 30 Tage Erholungsurlaub.

    Dafür hatte ver.di in den vergangenen Tarifrunden vehement gestritten und eine Angleichung des Urlaubsanspruchs eingefordert. Seit der Tarifrunde 2016 wurde dieses Ziel Stück für Stück umgesetzt und der tarifliche Urlaubsanspruch von 25 auf 30 Tage erhöht.

    Hinweis:
    ver.di hatte im Nachgang der Tarifrunde Verhandlungen über die Struktur und die gemeinsame Leistungserbringung von STRABAG PFS und STRABAG FS geführt, in deren Folge bereits in 2019 ein Wechsel der Beschäftigten in die STRABAG PFS erfolgte.
    In diesem Jahr erfolgte die gesellschaftsrechtliche Verschmelzung der STRABAG FS auf die STRABAG PFS, rückwirkend zum 01.01.2020.
     

    Überleitung ehemalige kaufmännische Angestellte der STRABAG FS

    Weiterhin erfolgt für die kaufmännischen Beschäftigten der ehemaligen STRABAG FS der letzte Schritt, der Umsetzung der tarifvertraglichen Überführungsregelung, in das Entgeltsystem der STRABAG PFS.

    Die Überführung erfolgt seit 2019 auf Basis der in der STRABAG FS ausgeübten Funktionen, über einen Zeitraum von insgesamt 6 Jahren. Nach den besonders ausgewiesenen Entgelttabellen für die Jahre 2019 und 2020 erfolgt mit dem Jahreswechsel 2021 die Überleitung in das Entgeltgruppensystem.
     

    Tarifinfo zum Jahreswechsel 2020/2021 - Seite 2 von 2 ver.di FB 9 Tarifinfo - Seite 2

    Am Heiligabend gibt’s einen halben Tag frei

    Zum Jahreswechsel planen viele Kolleginnen und Kollegen Urlaub oder nutzen die Möglichkeiten der Arbeitszeitkonten, um frei zu machen. Es gibt aber auch diejenigen, die den Betrieb am Laufen halten müssen. Aufgrund der unklaren Informationslage und den Irritationen, die in 2019 entstanden sind, informiert ver.di über die geltenden Regelungen.

    Der 24.12. und der 31.12. sind keine Feiertage. Gesetzlich gibt es keinen Anspruch auf Arbeitsfrei.

    Die Regelungen des Manteltarifvertrags der STRABAG PFS sieht vor, dass am 24.12. Arbeitsbefreiung für einen halben Tag unter Fortzahlung des Entgelts gewährt wird. (siehe § 14 MTV STRABAG PFS)

    Für Arbeiten am 24. und 31. Dezember wird ein Zuschlag von 60 % zum Arbeitsentgelt gezahlt. Ebenso wird für Arbeiten an Sonntagen ein Zuschlag von 60 % gezahlt. Die Berechnung erfolgt auf Basis des tariflichen Stundenentgelts.

    Für Arbeiten an den Weihnachtsfeiertagen und Neujahrstag wird ein Zuschlag zum Arbeitsentgelt von 150% je Arbeitsstunde gezahlt.

    (alle Zuschläge in § 17 MTV STRABAG PFS)
     

    Weiterhin Verhandlungen zu Rufbereitschaft und Störungsmanagement

    Gemeinsam mit den Betriebsräten der Direktionen LQ und LR arbeitet ver.di noch immer an einer neuen Lösung, zur Ausgestaltung der Arbeitsbedingungen im Störungsmanagement und zur Rufbereitschaft.
    Erste Schritte, wie etwa die Anhebung der Bereithalte- und Einsatzpauschalen, konnten bereits erreicht und umgesetzt werden. Dennoch ist die finale Regelung noch nicht vereinbart.

    Sobald die Verhandlungen abgeschlossen sind, werden weitere Informationen folgen.
     

    Ziele 2021: Tarifrunde und weitere Harmonisierung der Arbeitsbedingungen

    Mit der Anfang 2020 erfolgten Neuorganisation und der damit verbundenen Ausgestaltung der Gemeinschaftsbetriebe „Key Accounts/LQ“, „Fläche/LR“ und „Real Estate Management/LP“ ist das Zusammenwachsen im Unternehmensbereich 4S weiter vorangeschritten. Insgesamt sechs Gesellschaften mit über 7.000 Beschäftigten arbeiten „unter einem Dach“ für die Kunden der STRABAG.

    Für ver.di und die ver.di-Betriebsräte ist eine weitere Harmonisierung der Arbeitsbedingungen das zentrale Thema.

    ver.di unterstützt die Zusammenarbeit zwischen den Direktionen, weil dadurch Schnittstellen abgebaut, das Leistungsportfolio verbessert und die Entwicklung des Unternehmensbereiches insgesamt vorangetrieben werden kann.

    Damit verbunden ist jedoch die Forderung, nach gleichen Arbeitsbedingungen für die gleiche Arbeit. ver.di hat in den letzten Jahren einige Schritte in die richtige Richtung mit der Arbeitgeberseite vereinbaren können. Dieser Weg muss in 2021 fortgesetzt werden. Erste Gespräche dazu haben auf der Ebene der Unternehmensmitbestimmung bereits stattgefunden und sollen im Frühjahr 2021 fortgesetzt werden. Und zum 31. März 2021 laufen die Entgelttarifverträge der STRABAG PFS GmbH aus.

    Das Jahr 2021 werden wir gemeinsam, wie in den vergangenen Jahren, aktiv für und mit den ver.di-Mitglieder angehen.
     

    Was gilt für Kolleginnen und Kollegen in der Gebäudereinigung?

    Alle hier ausgeführten Regelungen beziehen sich auf die Tarifverträge von ver.di bei der STRABAG PFS.
    Diese finden auf Reinigungskräfte keine Anwendung.

    Unsere Schwestergewerkschaft IG BAU setzt sich jedoch mit voller Kraft für die Kolleginnen und Kollegen in der Gebäudereinigung ein.

    Hier die wichtigsten Informationen zu den Tarifverträgen der IG BAU:
    Mit Abschluss der Tarifrunde für das Gebäudereiniger-Handwerk steigen die Löhne in insgesamt drei Schritten, in den Jahren 2021, 2022 und 2023.
    Mit Umsetzung des ersten Schrittes steigen die Löhne zum 01.01.2020 um mindestens 2,1 % (in der LG9) und bis zu 2,9 % (in der LG1)

    Und was gilt für die Feiertage?

    Die Beschäftigten erhalten für die Tage 24.12. und 31.12. entweder 150 % Zuschlag, wenn sie arbeiten. Oder sie erhalten einen der beiden Tage bezahlt frei ohne dafür Urlaub nehmen zu müssen.

    Weitere Informationen unter: sauberkeit-braucht-zeit.de
     
     

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    Spätestens jetzt: ver.di stärken. ver.di-Mitglied werden!
     
     
     

    Der ver.di Fachbereich TK.IT und das Unternehmensbetreuer-Team für die STRABAG-Unternehmen wünscht allen Kolleginnen und Kollegen viel Gesundheit, eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Jahreswechsel.