Telekom-Konzern

    Multi-Shared-Services Telekom: Protest gegen Standortkahlschlag

    Multi-Shared-Services Telekom: Protest gegen Standortkahlschlag

    Nur 4 Standorte sind zu wenig!

    Aktionen gegen Standortkahlschlag am 14.10.2015 in NRW ver.di LFB 9 NRW Aktionen gegen Standortkahlschlag am 14.10.2015 in NRW

    Am 14. Oktober fanden in NRW, im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages, an den Standorten Münster, Recklinghausen, Düsseldorf, Bonn und Köln Proteste gegen den Standortkahlschlag im Bereich des „Multi-Shared-Services“ der Deutschen Telekom AG statt. Um 5 vor 12 trafen sich vor dem jeweiligen Telekom-Standort Kolleginnen und Kollegen um dem Konzern-Vorstand deutlich zu machen, dass sie seiner Strategie Arbeitsplatzabbau durch Standortschließung zu betreiben und somit die Arbeitsbedingungen drastisch zu verschlechtern, eine deutliche Absage erteilen.

    In dem Bereich Multi-Shared-Services, den die Telekom AG derzeit bildet, soll nach den Plänen der Arbeitgeber die Arbeit künftig bundesweit nur noch an den 4 Standorten Leipzig, Hamburg, Köln und Darmstadt ausgeführt werden. Derzeit sind die Beschäftigten in den Telekom-Betrieben HBS, DT Accounting, RISE, Procurement und T-Ausbildung noch an 90 Regelarbeitsstellen in über 50 Städten tätig.

    „…Es gibt eine Welt in der Büros überall sein können…“ (Teil eines Werbeslogans der Telekom)

    Der Telekom-Konzern, der seinen Kunden die Technik verkauft mit der man nahezu jede Arbeit von jedem Ort ausüben kann, ist im eigenen Haus arbeitsorganisatorisch eher auf dem Weg zurück ins Mittelalter. Gewachsene dezentrale Strukturen werden zerschlagen und die Beschäftigten „auf die Reise“ zu künftig bundesweit nur noch 4 Standorten geschickt. Der Unfug wird noch gesteigert, in dem der Arbeitgeber auch noch mitdiskutiert die einzelnen Servicelines an zentralen Standorten zusammenzuführen, also je nach Tätigkeitsfeld ggf. noch nicht einmal der „nächstgelegene“ Zielstandort zum Tragen kommen könnte. Auch Beschäftigte, die heute an Standorten arbeiten, die einer der 4 Zielstandorte sein sollen, sind davon bedroht, dass sich ihr Arbeitsplatz demnächst an einem der anderen 3 Standorte wiederfinden kann.

    Standorte statt Irrwege ver.di FB 9 Standorte statt Irrwege

    Glaubt die Telekom im eigenen Haus würden die Beschäftigten nur dann gut und fleißig arbeiten, wenn sie in dauernder Sichtkontrolle durch ihre Vorgesetzten sind? Oder sollen hier in Wirklichkeit Beschäftigte „durch die kalte Küche“ herausgedrängt werden, indem man es ihnen unmöglich macht einen angebotenen Arbeitsplatz an einem der Zielstandorte zu erreichen?

    Ein gut beratenes Management würde das Engagement, die Kreativität und auch die Loyalität seiner Beschäftigten nicht auf der Autobahn verheizen sondern konstruktiv für das Unternehmen einsetzen!

    Keine Einigung im zentralen Standorteausschuss

    Im zentralen Konzernstandorteausschuss war der Arbeitgeber nicht bereit von seinem Zentralisierungswahn – eindampfen auf bundesweit 4 Standorte - abzurücken. So wird es keine gemeinsame Empfehlung durch den zentralen Standorteausschuss für den Bereich Multi-Shared-Services geben.

    Der Konzernbetriebsrat verhandelt nun mit dem Arbeitgeber über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan.

    Mit ihrer Aktion unterstützen die Beschäftigten den Konzernbetriebsrat in diesen Verhandlungen.

    Banner der Beschäftigten am Standort Recklinghausen Funda Uzun Banner der Beschäftigten am Standort Recklinghausen