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    T-Systems: JETZT ist die Katze aus dem Sack - Massiver Personalabbau …

    T-Systems: JETZT ist die Katze aus dem Sack - Massiver Personalabbau und Standortschließungen

    Mitgliederinformation T-Systems

    Mitgliederinfo T-Systems 21.06.2018 ver.di FB 9 Mitgliederinfo

    Seitdem die geplante Neuausrichtung („Transformation“ T-Systems) bekannt wurde, ist die Arbeitgeberseite den Beschäftigten schuldig, ihnen verlässliche Antworten bezüglich ihrer Perspektiven zu geben und damit zu klären, was die T-Systems bereit ist, den Beschäftigten an Sicherheit, Berufsperspektiven, Anerkennung und Zukunft zu geben. Bereits kurz nach Antritt des neuen CEO Herrn Adel al Saleh - im Januar - wurden erste Zerschlagungsszenarien bekannt, die ver.di deutlich und massiv zurückgewiesen hat.

    In mehreren Runden hat ver.di gemeinsam mit den ver.di Betriebsräten und Vertreter*innen in KBR, EBR, sowie GBR versucht, den Arbeitgeber von seinen ursprünglichen Ideen abzubringen und tragfähige Antworten zu finden. Doch diese Gespräche wurden Ende letzter Woche ohne Ergebnis beendet.

    Das neue TSI Management ist offensichtlich nicht in der Lage - oder nicht Willens – tragfähige und ausgewogene Lösungen zu finden.

    Seit heute dem 21. Juni 2018 ist die Katze aus dem Sack:
    Unter „Transformation“ und „Neuausrichtung“ versteht das T-Systems Management:

    • Kostensenkung (fast 600 Millionen €)
    • Standortkahlschlag (weniger als 20)
    • Massiven Personalabbau

    Damit haben sich die schlimmsten Befürchtungen, die ver.di Anfang des Jahres hatte, leider erfüllt.

    Statt zukunftsfester Neuausrichtung (dessen Notwendigkeit, nicht in Frage gestellt wird) sollen jetzt mal wieder einfallslose Sparprogramme, Standortkahlschlag und eine massive Arbeitsplatzvernichtung betrieben werden.

    Eins steht fest: dafür reicht ver.di nicht die Hand!

    Um das Sparziel zu erreichen, sollen neben dem geplanten Personalabbau, die Organisation auf eine Portfoliosteuerung umgestellt und eine starke Verlagerung der Geschäftstätigkeiten in Offshore Länder wie z.B. Indien vollzogen werden. Der massive Personalabbau beinhaltet fast 10.500 Stellen weltweit, davon allein in Deutschland rund 6.000 Stellen. Diese sollen gestaffelt bereits bis Ende 2020 wegfallen.

    Die arbeitgeberseitig geplanten Maßnahmen sind unverantwortlich und gefährden aus Sicht von ver.di das gesamte TSI Geschäft.

    Eine zukunftsfeste T-System braucht Zeit und lässt sich nicht mal eben „vom Zaun brechen“. Und dass eine neue Firmenaufstellung, die sich im Kern nur gegen die Beschäftigten richtet, wenig Chancen auf Erfolg hat, müsste dem Telekom Management eigentlich bekannt sein. Die T-Systems Beschäftigten haben es jedenfalls satt, vom Arbeitgeber im Jahresrhythmus zu hören, dass ihre Firma mal wieder eine schwierige Phase durchläuft und deshalb erneut beim Personal gespart werden soll.

    „Sicherheit im Umbruch“ wird jetzt das Motto sein. Angesichts der vom Unternehmen geplanten Dimensionen, erhält dabei der am 31.12.2018 auslaufende Schutz vor betriebsbedingten Beendigungskündigungen einen neuen Stellenwert!

    ver.di wird sich in dieser Auseinandersetzung an die Seite der Beschäftigten stellen:
    SO NICHT HERR AL-SALEH!

     
    Auseinandersetzungen mit den Arbeitgebern gewinnt man nicht am Verhandlungstisch!
     

    Ich zieh mit ver.di Ich zieh mit!

     
    Gute Ergebnisse fallen nicht vom Himmel:

    Jetzt mitziehen und ver.di unterstützen!
    Mitglied werden und weitere Mitglieder werben.

    Statements des Vorsitzenden des Konzernbetriebsrates, Jupp Bednarski, und des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden der Deutschen Telekom AG, Lothar Schröder, zu den Plänen der T-Systems

    Pressemitteilung ver.di Bundesvorstand:

    ver.di kritisiert Kahlschlag bei der T-Systems: Das ist unverantwortlich und gefährdet das gesamte Geschäft des Unternehmens

    21.06.2018

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert den geplanten Kahlschlag bei der T-Systems scharf. „Statt eine zukunftsfeste Neuausrichtung in Angriff zu nehmen, soll es ein einfallsloses Sparprogramm, einen Standortkahlschlag und eine massive Arbeitsplatzvernichtung geben. Für uns steht fest: Dafür reicht ver.di nicht die Hand“, sagte der IT-Bundesfachgruppenleiter der Gewerkschaft, Michael Jäkel. “Die geplanten Maßnahmen sind unverantwortlich und gefährden das gesamte Geschäft der T-Systems.“

    In mehreren Runden hatte ver.di gemeinsam mit betrieblichen Arbeitnehmervertretern versucht, den Arbeitgeber von seinen Ideen abzubringen und tragfähige Antworten zu finden. Doch diese Gespräche wurden Ende letzter Woche ohne Ergebnis beendet.

    „Das neue T-Systems-Management ist offensichtlich nicht in der Lage oder nicht willens, tragfähige und ausgewogene Lösungen zu finden“, so Jäkel weiter. Stattdessen plane der Arbeitgeber eine starke Verlagerung der Geschäftstätigkeit in Offshore-Länder wie zum Beispiel Indien und einen massiven Personalabbau. Weltweit sollten 10.500 Stellen wegfallen, davon allein in Deutschland 6.000, und zwar gestaffelt bis Ende 2020. Unter dem Motto „Sicherheit im Umbruch“ werde ver.di nun den Fokus auf den Schutz der Beschäftigten richten. Angesichts der Arbeitgeberpläne erhalte der am 31. Dezember 2018 auslaufende Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen einen neuen Stellenwert. Jäkel: „Gegen betriebsbedingte Kündigungen werden wir uns massiv zur Wehr setzen.“

    Parallel zur „Neuausrichtung“ der T-Systems hat der Arbeitgeber die laufenden Tarifverhandlungen für das Unternehmen verzögert. In drei Verhandlungsrunden hat der Arbeitgeber bislang kein Angebot vorgelegt, und ein Termin für die vierte Verhandlungsrunde steht in den Sternen. Jäkel: „Jetzt muss erst recht ein neuer Termin für die vertagte vierte Verhandlungsrunde her. Und jetzt muss erst recht ein neues Angebot her!“

    Die Gewerkschaft ver.di fordert für die rund 11.000 tarifgebundenen Beschäftigten eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Tarifverhandlungen waren Anfang April in Bonn begonnen worden.

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