Telekom-Konzern

    Standortkahlschlag Multi-Shared-Services Telekom: Proteste begleiten …

    Standortkahlschlag Multi-Shared-Services Telekom: Proteste begleiten Einigungsstelle

    Nur 4 Standorte sind zu wenig!

    Auch 4 Wochen nach der ersten Protestwelle bleibt das Thema Standortekahlschlag und Verlagerungen von Tätigkeiten in das Europäische Ausland in Bezug auf Multi-Shared-Services auf der Tagesordnung. Der Arbeitgeber ließ am 16. Oktober die Verhandlungen zum Interessenausgleich und Sozialplan, trotz eines Entwurfes der Arbeitnehmerseite, scheitern. Die Arbeitgeberseite hält weiterhin daran fest die Standorte von 90 auf 4 runterzudampfen.

    Münster Gartenstraße Jörg Hülsey Münster

    Aufgrund dessen fanden im Rahmen eines weiteren bundesweiten Aktionstages am 17. November weitere Mittagspausenaktionen an den Standorten Münster, Recklinghausen, Köln und Bonn statt. Die Aktionen sollen den zeitgleich stattfindenden Einigungsstellenverhandlungen weiteren Rückenwind verschaffen und verdeutlichen, dass die Beschäftigten NICHT hinter der Arbeitgebermaßnahme und dem damit einhergehendem Standortekahlschlag stehen, der für eine deutliche Verschlechterung der Arbeitsbedingungen steht.

    Daher zeigen die Kolleginnen und Kollegen an den Standorten Münster, Recklinghausen und Bonn mit Koffern das Bild: „Die Telekom schickt uns auf die Reise!“ Nach derzeitiger Planung des Arbeitgebers Telekom müssten ca. 1.400 Beschäftigte den neuen Standort in Köln aufsuchen. Aber auch Köln zeigt sich Solidarisch. Hier versammelten sich ca. 80 Kolleginnen und Kollegen und zeigten der Telekom die Rote Karte für das Vorgehen. Auch wenn der Standort bisher gesichert ist stehen noch die Zuordnungen der Tätigkeiten für die verschiedenen Standorte aus.

    Bonn am Verhandlungsort der Einigungsstelle Manfred Geneschen Bonn am Verhandlungsort der Einigungsstelle

    Auch wenn die Telekom vorgibt die Beschäftigten an den vier Zukunftsstandorten weiterbeschäftigten zu wollen sind von der Maßnahme viele teilzeitbeschäftigte Frauen betroffen für die dieses neue Arbeitplatzangebot keine Alternative darstellt.

    Auch für die Umwelt kommt die Entscheidung des Telekom-Vorstandes einem schwarzen Freitag gleich:

    So werden durch die Maßnahme 3.484 Telekom-Mitarbeiter_innen insgesamt 74.918.800 km pro Jahr über die Autobahn gescheucht und produzieren hierdurch 61.297,2 kg CO2 pro Jahr. Dem nicht genug haben doch Berufsgenossenschaften und Gesundheitskassen festgestellt, dass gerade das Pendeln zum Arbeitsplatz zu den Hauptstressfaktoren im Berufsleben gehört.

    Bei all den aufgezeigten Punkten fordern die Beschäftigten, dass die Telekom ihr Vorhaben nochmals überdenken sollte und sich bei der Zahl der Standorte bewegen muss!