Gute Arbeit im Telekom-Konzern

    Befragung Gute Arbeit im Telekom-Konzern: HEUTE schon gejagt?

    Befragung Gute Arbeit im Telekom-Konzern: HEUTE schon gejagt?

    Beteiligen Sie sich vom 1. bis 31. März 2019 an der Befragung „Gute Arbeit im Konzern Deutsche Telekom“. Weitere wichtige Informationen sowie den Link zur Befragung erhalten Sie in den folgenden Wochen.

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    Stress und Leistungsdruck gab es schon immer, doch da hat sich was verändert

    Stress und Leistungsdruck wirkten in irgendeiner Form schon immer auf den Menschen ein. Dies möchten wir an einem sehr vereinfachten Beispiel verdeutlichen: der Jagd. Der frühe Mensch musste jagen, um seine Familie zu ernähren. Natürlich stand er dabei unter Stress und hohem Druck, schließlich hing das Leben seiner Familie davon ab, ob er Erfolg hatte oder nicht. Wenn er erfolgreich war, konnte er mit reicher Beute nach Hause gehen, wurde gefeiert und war glücklich. Wie gesagt – ein sehr vereinfachtes Beispiel.
    Überträgt man dieses Beispiel in die Gegenwart, ergibt sich folgendes Bild: Um seine Familie zu ernähren, gehen heutzutage viele einer Erwerbsarbeit nach. Dort werden Dienstleistungen erbracht oder Waren produziert. Als Gegenleistung erhalten die Beschäftigten Geld. Damit kann dann jeder glücklich und zufrieden nach Haus zu „seinen Lieben“ gehen… Entspricht dieses Bild der Wirklichkeit?

    Vielleicht sieht die Lebenswirklichkeit für viele eher wie folgt aus: Herr und Frau X gehen zur Arbeit, Herr X ist Altenpfleger, Frau X arbeitet in einem Kundenservice Center. Am Ende des Tages sind sie erschöpft – Frau X hat zwar ihre Ziele erreicht, dafür aber eine Stunde länger arbeiten müssen. Herr X jedoch hat ein schlechtes Gewissen, da er nicht, wie früher einmal, mit den älteren Menschen ein Schwätzchen halten, einen Spaziergang machen oder den Brief einer Verwandten vorlesen konnte. Am nächsten Tag gehen die beiden wieder zur Arbeit, doch statt eines Lobes erhält Frau X neue, natürlich höhere Ziele – schließlich hat sie ihr Soll gestern ja so wunderbar erreicht. Und bei Herr X in der Arbeit hat ein Kollege gekündigt, nachdem auf seine Überlastungsanzeige nicht reagiert wurde. Herr X wird heute also noch schneller sein müssen und noch weniger Zeit für Mitmenschlichkeit haben. Zufriedenheit stellt sich abends nicht ein!

    Gute Arbeit und psychische Belastungen am Arbeitsplatz

    Neben augenscheinlichen Faktoren wie Mobbing, Bossing oder Gewalt am Arbeitsplatz, gibt es viele weitere Faktoren, die Beschäftigte psychisch stark belasten können. Seien es Zeitdruck, ständige Arbeitsunterbrechungen, Arbeitsverdichtung, fehlende Anerkennung oder die stetige Beschleunigung in unserer Arbeitswelt. Höher und höher schraubt sich die Leistungsspirale mit dem eigenen Drang und der Anforderung der Anderen, diesem gerecht zu werden und immer besser und schneller sein zu müssen.

    Viele Arbeitnehmer*innen können nicht mehr mit einem „guten Gefühl“ der getanen Arbeit heimgehen, sondern hegen oftmals nach dem Feierabend Hintergedanken, dass sie morgen noch besser und noch schneller sein müssen, weil sie sonst ihre Position, die Aussicht auf eine Beförderung oder schlicht das Ansehen bei den Kolleginnen und Kollegen verlieren könnten.
     

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    Wissenschaftliche Erkenntnisse:

    „Dabei ist insgesamt – auch auf Basis der Ergebnisse des Projekts – von einem großen Handlungsbedarf im Bereich der psychischen Gesundheit in der Arbeitswelt auszugehen, der die Gestaltungs- und Umsetzungsdefizite auf der betrieblichen Ebene adressiert.

    Die psychischen Arbeitsbedingungsfaktoren sind entsprechend der vorliegenden Daten prägend für die Arbeitsbedingungen vieler Erwerbstätiger – in Kombination mit anderen Arbeitsbedingungen – und es zeigen sich deutliche Zusammenhänge ungünstiger Belastungskonstellationen mit möglichen Gesundheitsbeeinträchtigungen.

    Ebenso lässt sich auf Basis der Studien zeigen, dass gut gestaltete Arbeit, insbesondere hinsichtlich adäquater arbeitsbezogener Ressourcen, deutlich positive Auswirkungen auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Erwerbstätigen haben kann.“

    Quelle: „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt, Wissenschaftliche Standortbestimmung“, BAuA

    Bei der Befragung der Telekom Beschäftigten im Jahr 2012 kam heraus, dass sich mehr als 62% der Beschäftigten nach der Arbeit oft oder immer ausgebrannt und leer fühlen. Mehr als 70% haben damals angegeben nie oder selten die so wichtige Anerkennung für ihre geleistete Arbeit zu erhalten.

    Wie sieht das heute aus? Das wollen wir von Ihnen wissen – den Beschäftigten der Deutschen Telekom.

    Nur Sie können uns beantworten:

    • Haben Sie eine Gute Arbeit?
       
    • Was macht Ihre Arbeit zu Guter Arbeit?
       
    • Was fehlt Ihnen zu Guter Arbeit?
       
    • Was können wir tun, um Gute Arbeit im Telekom-Konzern zu erreichen?

     
     
    Mitmachen für GUTE ARBEIT
    für Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen!
     

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