Tarifbewegung 2018

    DTSE: Im Gleichklang mit dem Konzern!

    DTSE: Im Gleichklang mit dem Konzern!

    Im Nachgang zur Entgeltrunde im Operativen Segment Deutschland (OSD) im Telekom-Konzern stand am 24. September in Köln die Verhandlung des Entgelttarifvertrags für die ver.di-Mitglieder bei der DT Services Europe (DTSE) auf dem Programm.

    In konstruktiver Atmosphäre startete die Verhandlungsrunde mit der Präsentation der ver.di-Forderungen: Analog zur Forderung im OSD lauteten diese:

    • 5,5 % Entgelterhöhung bei einer Laufzeit von 12 Monaten
    • Komponente zur Steigerung der Einkommensgerechtigkeit

    Ebenfalls im Gleichklang mit dem Konzern sollte das Thema Beschäftigungssicherung auch auf die Agenda gesetzt werden.

    Tenor der Begründung für die Forderungen war der Anspruch von ver.di, dass die Kolleginnen und Kollegen in der DTSE nicht von der Entgeltentwicklung im Telekom-Konzern abgekoppelt werden dürfen. Aber auch die Entwicklung der Inflation und die letzten positiven Zahlen des Konzerns spielten in der Begründung eine Rolle.

    In der ersten Erwiderung auf diese Forderungen verwies der Arbeitgeber auf die Kostenseite der Konzernentwicklung. Bei der DTSE als Shared Service der Telekom heißt das, dass der Druck der „Kunden“ auf die Preise und auf die Effizienz weiterhin steigen würde.

    Tarifinfo DTSE - Seite 1 ver.di FB 9 Tarifinfo - Seite 1

    In der folgenden Sondierung konnte – unter Anerkennung dessen, dass der Nachvollzug keinen Automatismus darstellen könnte – erreicht werden, dass das Verhandlungsergebnis im OSD 1:1 auf die DTSE umgeklappt wird.

    Als Angebot des Arbeitgebers heißt das im Klartext:

    • Anhebung der Entgelte und der Tabellenwerte zum 01.11.2018
      um 3,1 % in den Entgeltgruppen 1-5 und
      um 2,7 % in den Entgeltgruppen 6-10
      (Angestrebt ist eine Umsetzung der Tariferhöhung mit der Entgeltabrechnung Dezember 2018)
       
    • weitere Anhebung der Entgelte und der Tabellenwerte zum 01.11.2019 um 2,1 %
       
    • Laufzeit des ETV bis zum 30.09.2020
       
    • Verlängerung des Ausschlusses betriebsbedingter Beendigungskündigungen bis zum 31.12.2020
       
    • Anhebung des jährlichen Förderbeitrags zu den Lebensarbeitszeitkonten auf 350 €, Laufzeit bis 31.12.2020

    „Damit haben wir unser Ziel, dass die Kolleg/innen bei DTSE nicht abgekoppelt werden, erreicht“, so der ver.di-Verhandlungsführer Dr. Thomas Müller. „Und es bleibt dabei: Egal, ob GmbH, AG oder SE, ver.di steht für die Tarifpolitik bei der DTSE!“

    Die ver.di-Verhandlungskommission hat sich nach intensiver Diskussion einstimmig für die Annahme des Verhandlungsergebnisses ausgesprochen, es steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundesfachgruppenvorstandes Telekommunikation.

    Die Mitglieder der ver.di-Verhandlungskommission:
    Karina Kosicki, Alina Kobold, Bettina Ricke-Schwarz, Kerstin Steinecke, Michael Liebenow, Jens Nübel, Frank Zeng, Susanne Senica, Dr. Thomas Müller

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